Christian Schipper hat kreative Hobbys:  Kurzfilme drehen und Comics zeichnen.  Wenn die Familie es zeitlich zulässt,  entwirft der 36-Jährige auch Logos für  Firmen und Vereine.  Manche Leute sammeln Briefmarken,  rennen ins Fitnessstudio oder spielen Skat.  Der Wattenscheider Christian Schipper ist  in seiner Freizeit kreativ - gemeinsam mit  Freunden dreht er einen Kurzfilm.Das  aktuelle Projekt nennt sich "Der blaue  Baron".  Angefangen hatte alles mit ganz kurzen  Filmen, die Werbespots auf die Schüppe  nahmen. "Das war so eine Spontanidee von einem  Freund und mir, als wir Werbung sahen,  haben wir gedacht, so etwas können wir  auch." Damals entstand auch der Name,  unter dem die Filmerei laufen sollte:  Nixxxblicker Film.  Mittlerweile sind es etwa 14 Leute, die bei  dem "Blauen Baron-Film" mitmachen. 
"Im Laufe der Zeit haben immer mehr  Leute mitbekommen, dass wir so etwas  drehen, zum Beispiel im Eulenspiegel, wo  ich oft bin", erinnert sich der 36-jährige  Familienvater.  Seit Ende Juli drehen die Hobbyfilmer nun  an ihrem eigenen Kurzfilm.  "Die Geschichte hat sich einfach so  entwickelt", erzählt Schipper und sie wird  es wohl auch noch weiter, denn ständig  kommen neue Ideen dazu. Die Innenaufnahmen wurden in der Zeche  Ewald in Herten aufgenommen, berichtet  der gelernte Groß- und  Außenhandelskaufmann stolz. "Dort  wurden wir mit den Original-Kostümen und  Requisiten ausgestattet." Außenszenen  sollen in Wattenscheid gedreht werden, so  soll etwa auch der "Holland-Turm"  auftauchen, wie aber auch ganz normale  Straßen, auf denen die Zechenkumpel  entlang gehen und Dialoge aufgenommen  werden.
Momentan sucht die bunte Filmertruppe  noch einen ganz speziellen Drehort: ein  Dessousgeschäft in Wattenscheid. Auch ein  Pony wird noch gebraucht. Mit den gefilmten Bildern will der  Wattenscheider auch noch sein anderes  Hobby verknüpfen: Das Zeichnen von  Comics. "Das mache ich am liebsten, wenn  ich anderen zuhören muss", beschreibt  Schipper. Comicfigur, Eigendreh mit der  Digitalkamera, selbstentwickelte  Handlungsstränge, Zechenarbeiter und ein  Baron, der Chansons vortragen will - all´  das in einem etwa 25-minütigen Film.   Im nächsten Jahr soll er exklusiv im  Eulenspiegel gezeigt werden. 
Nixxxblicker zum Drehbeginn (Zeche Ewald Herten)
Text: WAZ Bilder: Christian Schipper